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so kinder nach langer zeit stell ich nohcmal was rein.
und zwar meinen text mit dem ich mich beim spiegel-echt-wettbewerb beworben hab....
thema schwarz-rot-gold... -.-

Liebe Gemeinde,
wir haben uns heute hier versammelt, um erneut jemanden zu verabschieden, der wie Phönix aus der Asche auferstand, um unsere Herzen mit einem ganz bestimmten Gefühl zu erfüllen und uns kurze Zeit wieder ein Recht zu schenken, ein Recht, das jedem Staatsbürger eines anderen Landes bei Geburt in Leib und Seele implantiert wird, ein Recht was uns genommen wurde durch die Untaten der Vergangenheit.
Doch Halt! Ist es wirklich so, dass wir, liebe Gemeinde, heute Abschied nehmen müssen? Ist unser Land verdammt, in ewiger Scham zu leben? Oder hat es die Fußball-Weltmeisterschaft tatsächlich geschafft, seine Auferstehung fortwähren zu lassen? Konnte eine Kampagne mit einer derart simplen Botschaft, die uns einzig und allein mitteilt, wer wir sind und woher wir sind, ihn zu neuem Glanz erstrahlen lassen oder strauchelt er wieder am Rande des Abgrunds, um bald wieder in die Tiefe zu stürzen in der er einst zurückgelassen wurde?
Unser Nationalstolz. Einst begründet durch Goethe, Schiller oder andere große Dichter und Philosophen, dann durch Adolf und Konsorten geradezu dazu verdammt, sich wegzuducken und kriechend das Weite zu suchen.
Unser Nationalstolz. Der sich nicht auf „mein Haus, meine Jacht, mein Auto, meine Frau“ bezieht, sondern auf eine Selbstindentifikation mit seinem Volk und diese nicht als eine eigenlobende Aufplusterei seiner Selbst, sondern um ein persönliches Lob gegenüber dem unvergleichlichen Lande der Dichter und Denker auszusprechen. Ein Zugehörigkeitsgefühl des Einzelnen zu jenen, mit denen wir es erneut entwickelten. So bilden einzelne Individuen plötzlich eine große Masse, die in unseren Nationalfarben gekleidet, unsere Elf lobpreisend durch die Straßen ziehen, hupend den nächsten Sieg über andere Nationen zelebriert, zwar im freundschaftlichen Wettbewerb, dennoch: „Denen haben wir's aber gezeigt, wir Deutschen!“
Dann war es auch halb so wild, dass es „unseren Jungs“ letzendlich trotz der zweifellos großartigen Leistungen, die sie vollbrachten, nicht mehr gelang, den Titel zu holen. Denn eins ist sicher: Der Nationalstolz ist wiedergeboren. Wer früher verstohlene Blicke auf eine Deutschlandfahne am Haus warf, kauft sich nun bottichweise Farben und streicht sein gesamtes Eigentum quadratmeterweise in den Nationalfarben, denn sonst könnte es ja sein, dass wir allzu schnell wieder vergessen, wer wir eigentlich sind und es kann nicht immer eine Kampagne laufen, die in der sicherlich monumentalen Mission unterwegs ist es jedem einzelnen wieder ins Gedächtnis zu rufen, unterwegs ist zu sagen: „Du bist Deutschland!“
Jedoch sollten wir an eins erinnert werden: Nicht alles was glänzt, ist Schwarz-Rot-Gold.
Bietet dieses neuerliche Aufkommen von Stolz und Ehrgefühl für unser Deutsches Land nicht eine perfekte Grundlage für den nächsten schnauzbärtigen kleinen Mann, der uns was von „Deutschland, Deutschland über alles“ erzählt? Ist nicht genau das der erste Schritt für die nächsten Demonstrationen einer Masse, braun in braun, die nur denen unser Deutsches Land anbieten, die den gleichen Stolz fühlen wie sie? Den anderen einen Peter zuschieben schwärzer als jedes Schwarz, das jemals am Ende der Fahnenstange flatterte? Kann es sein, dass dieser neugewonnene Nationalstolz uns erneut zum Verhängnis werden könnte? Sollte dieses Begräbnis trotz allem stattfinden oder ist den Deutschen nun plötzlich doch ein gewisses Vertrauen entgegen zu bringen?
Nun, diese Entscheidung kann man niemandem abnehmen, es sollte keinesfalls plötzlich der Nationalstolz über oben erwähnten Abgrund gestoßen werden, denn obwohl unsere rechtsextremistischen Mitbürger zwischen all dem Schwarz-Rot-Gold vielleicht weniger auffallen, vielleicht untergehen, ist es doch nicht gleich ein Grund, ein neuerliches drittes Reich am wolkenverhangenen Horizont zu sehen, ist es doch fast sicher, dass bald diese Welle der Euphorie über das Deutschsein verebbt. Denn wer sagt selbst in solchen Zeiten: „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein,“ ohne dabei auch nur den geringsten negativen Gedanken oder ein mulmiges Gefühl zu haben? Wer weiß, ob das Gegenüber einen richtig versteht und nicht fehlinterpretiert?
So ist es immer noch schwer, sich patriotistisch zu zeigen, ohne nationalistisch zu wirken.

tja könnt mir ja ma sagen was ihr davon haltet...
mfg simme
25.8.06 21:34
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


helena / Website (27.8.06 23:00)
Ämmmmm, was magst Du uns denn da schönes sagen??


Marieke / Website (23.9.06 19:40)
viel zu lang, so viele buchstaben....

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